Gedanken über das bald zu Ende gehende Jahr




Edith Dürrenberger, Zentralpräsidentin

Wenn ein Jahr sich dem Ende neigt, denkt man häufig darüber nach, was alles in diesem Jahr geschehen ist. Wenn ich nun auf das bald zu Ende gehende Verbandsjahr zurückblicke, stelle ich fest, dass der Schweizerische Podologen-Verband SPV in diesem Jahr, nebst anderen bedeutungsvollen Projekten, einen Meilenstein im Bereich der Höheren Bildung erreicht hat: Der Rahmenlehrplan für die Höhere Fachschule HF wird, wenn alles rund läuft, im Januar 2010 in die Vernehmlassung gehen. Parallel zur Vernehmlassung wird bereits die Umsetzung des Rahmenlehrplans Podologie HF in den Bildungsgang (Referenzlehrgang) vorbereitet.

 

Ein grosses und ebenfalls sehr wichtiges Projekt ist die Neuorganisation des SPV. Zusammen mit einer Arbeitsgruppe wurde ein Entwurf der künftigen Statuten erarbeitet welcher an der kommenden Delegiertenversammlung zur Beschlussfassung vorliegt. Dazu kommt, dass im nächsten Jahr bereits unser Bildungsplan in der Grundbildung (EFZ) das erste Mal überprüft und gegebenenfalls angepasst werden muss.

 

Dies alles sind Neuerungen und Veränderungen. Wenn man durch Veränderungen sich von Gewohnheiten und Traditionen loslösen muss, entstehen oft Zweifel und Bedenken. Es kommen Ängste auf, dass man etwas lieb Gewonnenes verliert oder man sich von der angenehmen Routine verabschieden muss.

 

Loslösen von etwas, das erleben wir auch in unserer Tätigkeit als Podologinnen und Podologen. Sei es mit Lernenden, Mitarbeitenden oder Patienten, welche aus irgendeinem Grund nicht mehr zu uns in die Praxis kommen. Dieses Loslassen verursacht oft Verunsicherung. Warum kommt dieser Patient nicht mehr? War er nicht zufrieden? Oder ist er einfach weggezogen oder wird es ihm altershalber zu beschwerlich? Da braucht es dann Vertrauen zu sich selbst. Und Vertrauen braucht es auch gegenüber jenen Personen, die an den oben genannten Zukunftsprojekten des Verbandes arbeiten.

 

Wir müssen den Horizont erweitern und nicht nur an uns, sondern an die Zukunft unseres Verbandes und an die Zukunft unseres Nachwuchses denken. Deshalb bitte ich Sie, geschätzte Mitglieder, dem Zentralvorstand des SPV und den Personen, welche an den oben erwähnten Projekten arbeiten, ihr Vertrauen zu schenken. Wir sind bestrebt, für unseren Verband langfristig das Optimum zu erreichen. Der SPV hat sich in den letzten Jahren modifiziert und entwickelt. Doch die Zeit bleibt nicht stehen, deshalb wollen wir nach vorne schauen und das Schiff weiter mit voller Kraft voraus steuern.

 

An dieser Stelle danke ich allen Mitgliedern, die uns ihr Vertrauen schenken und die laufenden Entwicklungen aktiv mittragen. Ebenso ein Dank geht an unsere Partner und Lieferanten, die uns in irgendeiner Form Ihre Unterstützung zuteil werden lassen. Ich wünsche Ihnen allen eine besinnliche, frohe Weihnachtszeit und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Neues Jahr. Geniessen wir die letzten Tage des bald zu Ende gehenden Jahres und schauen vertrauensvoll und zukunftgerichtet nach vorne und starten das neue Jahr mit voller Kraft und viel Energie.

 

Edith Dürrenberger
Zentralpräsidentin SPV